Glossar

FLOSS, FOSS, open source

von Richard Stall­man

Die zwei poli­ti­schen Lager in der Freie-Soft­ware-Gemein­schaft sind die Freie-Soft­ware-Bewe­gung und Open Source. Die Freie-Soft­ware-Bewe­gung ist eine Kam­pa­gne für Frei­heit von Rech­ner­nut­zern; wir sagen, dass ein unfrei­es Pro­gramm eine Unge­rech­tig­keit gegen­über sei­nen Nut­zern ist. Das Open-Source-Lager lehnt es ab, das Pro­blem als eine Ange­le­gen­heit der Gerech­tig­keit an die Nut­zer zu betrach­ten und stützt ihre Argu­men­te aus­schließ­lich auf den prak­ti­schen Nutzen.

Um zu unter­strei­chen, dass sich Freie Soft­ware auf Frei­heit und nicht auf den Preis bezieht, schrei­ben oder sagen wir zuwei­len Freie (Libre) Soft­ware, das fran­zö­si­sche bzw. spa­ni­sche Wort Libre hin­zu­fü­gend, das frei im Sin­ne von Frei­heit bedeu­tet. In bestimm­ten Zusam­men­hän­gen funk­tio­niert es auch nur Libre Soft­ware zu verwenden.

FLOSS = Free/Libre and Open Source Software

FOSS = Free-and-Open-Source-Soft­ware (ist weni­ger eindeutig).

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MX Linux

MX Linux ist eine Koope­ra­ti­on zwi­schen der antiX- und der ehe­ma­li­gen MEPIS-Gemein­schaft, bei der die bes­ten Werk­zeu­ge und Fähig­kei­ten aus jeder Dis­tri­bu­ti­on genutzt wer­den, ein­schliess­lich der Arbeit und Ideen, die ursprüng­lich von War­ren Wood­ford geschaf­fen wur­den. Es han­delt sich um ein Betriebs­sys­tem, das eine ele­gan­te und effi­zi­en­te Arbeits­ober­flä­che mit ein­fa­cher Kon­fi­gu­ra­ti­on, hoher Sta­bi­li­tät, soli­der Leis­tung und mitt­le­rem Platz­be­darf kom­bi­niert. MX Linux Web­sei­te. MX Linux Forum. antiX-Forum. Deut­sches MX Forum.

LibreOffice

Libre­Of­fice steht für freie Büro Anwen­dun­gen. Libre­Of­fice ist open source, lebt von einer gros­sen Gemein­schaft von Spen­dern und wird von der Docu­ment Foun­da­ti­on gepflegt und wei­ter­ent­wi­ckelt. Libre­Of­fice Web­sei­te.

Libre­Of­fice ist ein Paket von Anwen­dun­gen, wel­che ver­gleich­bar sind mit den MS Office (MS Office 2106, MS Office 365, MS 365) Lösun­gen Word, Excel, etc.

Die Pen­dants zwi­schen Libre­Of­fice und Office 365 sind:

Wri­ter – Word (Text­ver­ar­bei­tung)
Calc – Excel (Tabel­len­kal­ku­la­ti­on)
Imp­res – Power­Point (Prä­sen­ta­ti­on)
Base – Access (Daten­bank)
Math – kein Pen­dant (For­me­ledi­tor)
Draw 1) – Publis­her (Druck­pu­bli­ka­tio­nen)
TB 2) – Out­look (E‑Mail Client)

1) Draw ist ein Gra­fik­pro­gramm zum Zei­chen, Malen und auch zum PDF Doku­men­te bear­bei­ten. Es ent­spricht nur ein biss­chen der MS Publis­her Anwendung.

2) Libre­Of­fice hat kei­ne E‑Mail Cli­ent Anwen­dung. Dafür gibt es Thun­der­bird (TB). TB ist eben­falls open source und ist spen­den­ba­siert. Seit Janu­ar 2020 steht das Unter­neh­men Mozil­la Foun­da­ti­on, MZLA Tech­no­lo­gies Cor­po­ra­ti­on hin­ter TB.

OpenOffice vs LibreOffice

Was sind die Unter­schie­de zwi­schen Open­Of­fice und Libre­Of­fice? Open­Of­fice stammt aus dem kom­mer­zi­el­len Pro­dukt von Star­Of­fice vor 1999 ab, wel­ches 2000 öffent­lich frei­ge­ge­ben wur­de. Es wur­de dann von Sun wei­ter­ent­wick­let und spä­ter von Ora­cle auf­ge­kauft. Wegen Unzu­frie­den­hei­ten mit der Poli­tik von Oracel ent­stand 2010 die Abspal­tung Libre­Of­fice, wel­ches bis heu­te von The Docu­ment Foun­da­ti­on gepflegt und wei­ter­ent­wick­let wird.

Alle moder­nen Linux Dis­tri­bu­tio­nen ver­wen­den nur mehr Libre­Of­fice. Ora­cle stiess Open­Of­fice 2011 ab und es wird seit­her von der Apa­che Soft­ware Foun­da­ti­on wei­ter­ent­wi­ckelt, der aktu­el­le Name ist Apa­che Open­Of­fice. Die Ver­brei­tung ist jedoch sehr gering und die Ent­wick­lung mini­mal. Weil Ora­cle die Rech­te am Namen OpenOffice.org nicht abge­ge­ben hat, blieb nur der Weg zu einem neu­en Namen und das ist Libre­Of­fice. Vie­le ehe­ma­li­gen Ent­wick­ler sind zu Libre­Of­fice gewechselt.

Libre­Of­fice hat inzwi­schen sehr gros­se Ver­brei­tung und wird aktiv wei­ter­ent­wi­cket und ist die moder­ne­re Alter­na­ti­ve. Libre­Of­fice gibt es für Linux, Win­dows, macOS und von Col­la­bo­ra Online gibt es eine Web­app für Android und Online-Office.

NAS – Netzwerk Dateiserver

NAS steht für Net­work Atta­ched Sto­rage, soviel wie netz­ge­bun­de­ner Spei­cher. Es sind Com­pu­ter mit ein­ge­bau­ten Fest­spei­chern (Fest­plat­ten, HDD, SSD). NAS sind klei­ne Com­pu­ter, gera­de so gross, wie die Fest­spei­cher Platz brau­chen, als Tisch­ge­rät oder im Rack ein­ge­baut. Ein NAS hat den Vor­teil, Daten im Netz­werk zen­tral zu spei­chern. Belie­bi­ge Gerä­ten im Netz­werk kön­nen so Datei­en aus­tau­schen. Ein NAS ist ein klas­si­scher Datei­ser­ver. Je nach Sys­tem bie­tet ein NAS zusätz­li­che Diens­te wie Strea­ming und ande­res an. Ein wich­ti­ger Dienst ist die auto­ma­ti­sche Daten­si­che­rung. Daten kön­nen vom NAS auf exter­ne Fest­spei­cher wie z.B. USB Fest­plat­te, SD Card oder in eine Cloud gesi­chert wer­den. NAS Wiki.